Rest

Mindfulness meets Cabinski.

by Annika Foral & Leona

Annika Foral, Yoga und Meditationslehrerin, hat ein paar Tage bei uns im cabinski Montafon verbracht und in dieser Zeit zwei Cabin-Yoga-Einheiten für euch aufgenommen! Ob Morning-Flow oder Evening-Flow, sie lassen euch energetisch und mit klarem Kopf in den Tag starten oder nach einem Tag Wandern entspannt ins Bett fallen. Wie Annika die Tage bei uns verbracht hat und viel Kraft für ihren Alltag tanken konnte, liest du in diesem Gastbeitrag.

Willst du direkt mit der cabinski Yoga-Session starten?

„When we get too caught up in the busyness of the world, we lose connection with one another – and ourselves.“ Jack Kornfield


Annika: "Ich durfte vor Kurzem den Cabins einen Besuch abstatten. Ich bin Yoga- und Meditationslehrerin und habe jeden Tag mit dem Thema Achtsamkeit (englisch „Mindfulness“) zu tun. Aber nur, weil es Teil meines Alltags ist, heißt das nicht, dass ich immer im „Zen-Modus“ bin und nie gestresst. Umso mehr habe ich es genossen, morgens im kuscheligen Bett aufzuwachen und die Schäfchenwolken durch das Dachfenster zu beobachten. Achtsamkeit fiel mir in den Cabins überraschend leicht. Aber was ist Achtsamkeit überhaupt?

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Achtsamkeit beschreibt das bewusste Wahrnehmen und das Erleben des aktuellen Momentes - also des Hier und Jetzt. Wir nehmen wahr, was da ist, ohne das zu bewerten. Denn das machen wir gerne: Dinge bewerten, in Kategorien packen. Im Hier und Jetzt zählt das aber nicht mehr. Es geht nur darum, was einfach da ist. Ohne, dass wir wieder unsere eigene Geschichte dazu erfinden. Mach einen kleinen Test: Was kannst du jetzt in diesem Moment wahrnehmen? Was kannst du hören, riechen, fühlen? Nimm dir dafür kurz Zeit. Du wirst merken, dass dein Kopf schon bald wieder einen neuen Gedanken spinnt. Und das ist ganz normal. Im Yoga nennen wir dieses ständige „im Kopf sein“ den „Monkey Mind“. Wie ein kleines Äffchen, das von Baum zu Baum springt, so springen unsere Gedanken von einem zum nächsten.

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Doch wenn man regelmäßig versucht, achtsam durch seinen Alltag zu gehen, wird man reich belohnt. Studien zeigen, dass wir durch Achtsamkeitspraktiken wie Meditation oder Yoga entspannter werden. Weniger in unseren Gedanken gefangen sind. Und dass wir vor allem besser wahrnehmen, wenn das mal wieder der Fall sein sollte. Das Stesshormon Cortisol sinkt und unser Parasympathikus - unser Ruhe- Nervensystem wird aktiviert. Und die Liste geht fleißig so weiter.

Beim Meditieren geht es auch nicht darum, die Gedanken abzustellen. Das ist ein fast unmögliches Unterfangen. Viele sind frustriert, wenn sie anfangen zu meditieren, weil sie eben genau das glauben: Ich darf nicht denken! Aber was passiert, wenn wir nicht an einen rosa Elefanten denken sollen? Genau, der rosa Elefant wird sehr präsent. Und genau so ist es beim Meditieren. Wir lassen einfach die Abstände zwischen den Gedanken größer werden. Das sollte das erste Ziel in der Meditation sein. Ohne Zwang. Und du wirst sehen, dass du wie einen Muskel mit der Zeit dein Bewusstsein darauf trainierst, still zu sein, wertfrei wahrzunehmen. Am besten geht das, wenn man sich ein Meditationsobjekt sucht. Viele nehmen den Atem, du kannst aber auch einen Bodyscan machen (das Scannen der einzelnen Körperpartien nacheinander). Oder du zählst deine Atmenzüge. Vier ein, vier halten, vier aus, vier halten. Es gibt unzählige Meditationsobjekte, aber mit diesen kann man gut starten.

In den Cabins konnte ich mich besonders gut dem Hier und Jetzt hingeben. Die Cabins sind wie eine kleine Zeitmaschine. Nur, dass sie mich nicht in die Zukunft oder in die Vergangenheit bringen, sondern in das ganz bewusste Hier und Jetzt. Vielleicht sind es die natürlichen Rohstoffe, das viele Holz, vielleicht der Blick nach draußen auf die Berge und ins Grüne, vielleicht aber auch der Blick durch das Dachfenster in die Sterne (man fühlt sich so klein und doch mit etwas größerem verbunden) oder das minimalistische Interior, das sich auf das Wesentliche fokussiert.

Es ist vermutlich eine Kombination aus all diesen Dingen. Jeden Morgen setzte ich mich auf die Bank am großen Fenster und meditierte für 10 Minuten und machte danach etwas Yoga. Und natürlich war da auch mein kleines Äffchen im Kopf, aber es war deutlich ruhiger als im stressigen Alltag. Ich konnte runterfahren, weit weg von allen Verpflichtungen, die das Erwachsenenleben so mit sich bringt. Wenn ich an die Cabins denke, dann denke ich ans Batterien aufladen, ans Kraft tanken. Deswegen wird es sicher nicht mein letzter Besuch in Montafon gewesen sein. Mein kleiner Affe dankt es mir."

Vielen herzlichen Dank für deinen Aufenthalt und die tolle Zusammenarbeit, liebe Annika!

Apropos:
  • Annikas Morning-Flow und Evening-Flow findest du auf unserem YouTube-Kanal!
  • Seit kurzer Zeit haben wir eine Kooperation mit hejhej-Mats – demnach findet ihr in allen Cabins die nachhaltig produzierten Yogamatten aus recycelten Materialien.