Raus aus der Cabin, rein in die Berge. Das hieß es vor ein paar Wochen für die Trailrunning-Crew von Peter Scherb, Caro Unrath und Matthias Hohlrieder. Drei Cabins, sieben Personen, jede Menge Höhenmeter und gemeinsame Abende mit neapolitanischer Pizza auf der Cabin-Terrasse. Im Rahmen der Outdoor Days waren Peter, Caro und Matthias mit Freunden im Montafon unterwegs und haben dabei die schönsten Trailrunning-Routen des Montafons erkundet. Du willst wissen, welche Trails sich besonders lohnen? Dann findest du hier im Blogbeitrag zwei Trailrunning-Routen von Peter inklusive Strava- und Komoot-Link.
Gemeinsam mit Freunden haben Peter Scherb, Caro Unrath und Matthias Hohlrieder im Juli drei Tage bei uns im Montafon verbracht und dort ihre Outdoor Days organisiert. Unser Grundstück wurde dabei zum Basecamp für alles, was draußen passiert: morgens raus in die Berge, tagsüber über Trails laufen und Höhenmeter sammeln und abends gemeinsame Stunden in und um die Cabin.
Peter hat uns im Anschluss zwei seiner liebsten Trailrunning-Routen rund um unseren Standort zusammengeschrieben. Ob Genusslaufen ins Gauertal oder der Garneratal Trail Run – in diesem Blogbeitrag findet ihr beide Routen inklusive Peters persönlicher Beschreibung. Und weil zu diesen Tagen natürlich noch mehr gehört hat als Kilometer und Höhenmeter, findet ihr am Ende des Beitrags außerdem ein paar visuelle Einblicke in die Outdoor Days von Caro, Peter, Matthias und ihrer Crew.
Viel Spaß beim Lesen!
Der Start ist unscheinbar. Ein Parkplatz in Latschau, hinter Tschagguns, keine große Ansage. Kurz nach dem Wanderparkplatz gabelt sich der Weg - unten oder oben, beide Varianten kommen ans gleiche Ziel. Wir haben den oberen genommen und bereuen es keine Sekunde. Was folgt, ist klassisches Montafon in seiner schönsten Form: Almwiesen, dichter Wald, das Rauschen des Gauerbachs. Immer wieder gibt es die Möglichkeit, die Serpentinen der Forststraße durch steilere Wanderwege abzukürzen. Wer schnell sein will, kann. Wer einfach gehen möchte, tut das auch. Die Tour gibt jedem, was er braucht - und das ist selten. Nach knapp 730 Höhenmetern öffnet sich das Gauertal. Und dann stehen die Drei Türme vor einem. Das Wahrzeichen des Rätikons, fast beängstigend nah, direkt über der Lindauer Hütte auf 1.744 Metern. Dieser Moment macht den Aufstieg vergessen.
Die Hütte selbst steht seit 1899 hier. Kein Museumsstück, sondern ein echter Ort mit 160 Schlafplätzen, einem botanischen Alpengarten aus dem Jahr 1907 und einer Küche, die regional denkt und gut kocht. Wir haben Spinatknödel bestellt. Drei Stück. Mit der Aussicht auf die Drei Türme. Die Empfehlung gilt.
Nach der Pause haben wir uns entschieden, nochmals 150 Höhenmeter draufzulegen. Eine neue Perspektive auf das Rätikon, die sich lohnt. Danach Abstieg auf dem gleichen Weg, mit dem einen oder anderen Shortcut, der beim Aufstieg schon verlockend ausgesehen hatte.
Diese Tour ist für alle geeignet, ob als entspannte Wanderung oder schneller Trail Run. Wer noch mehr will, kann weiter bis zum Lünersee. Das wären dann rund 30 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter. Für die ganz Ambitionierten.
Facts zur Route:
Gaschurn, Talstation Versettlabahn. Die Gondel übernimmt die ersten Höhenmeter - auf über 2.000 Meter, in ein paar Minuten. Direkt ab der Bergstation geht es steil los: 300 Höhenmeter, ohne viel Überleitung. Die Lunge merkt sofort, dass hier oben die Luft etwas dünner ist. Aber die Aussicht entschädigt sofort - das gesamte Montafon liegt einem zu Füßen, von den sanften Hügeln im Vordertal bis zu den Dreitausendern der Silvretta im Hintergrund. Einer dieser Blicke, bei dem man kurz vergisst, dass man eigentlich läuft. Dann geht es den Kamm entlang nach hinten ins Tal - immer oben, immer mit Blick, vorbei an der Madrisella auf 2.466 Metern. Wer das Gipfelkreuz hautnah haben will, zweigt kurz ab. Wer Flow im Blut hat, läuft weiter. Nach etwa fünf Kilometern gibt es einen steilen Shortcut nach unten. Eine Option - aber die falsche Entscheidung.
Denn bei der Halbzeit, ganz am Ende des Tals, wartet der schönste Moment der Route: ein Gebirgsbach mit eiskaltem, glasklarem Wasser direkt aus dem Berg. Trinkflaschen füllen, Gesicht reinhalten, kurz durchatmen. Nach zehn Kilometern Bergkamm ist das mehr als eine schöne Pause - es ist genau das, was man braucht. Und es bleibt hängen.
Was folgt, ist ein technischer Downhill auf einem leicht verwachsenen Trail - konzentriert, dynamisch, mit echtem Anspruch. Unten angekommen, wechselt der Charakter der Tour: Forststraße entlang des Garnerabachs, Kuhweiden, das Rauschen des Wassers. Wer noch Energie hat, macht einen kurzen Abstecher zur Tübinger Hütte auf 2.191 Metern - am Ende des Garneratals, eingebettet zwischen Felsen, eines der stillsten Flecken im hinteren Montafon.
Am Ende nochmals knapp 100 Höhenmeter rauf zur Mittelstation - kein Vergnügen, aber es spart den Abstieg ins Tal. Die Gondel runter gibt einem Zeit, die Tour sacken zu lassen. Lang, manchmal technisch, die ganze Zeit schön. Einer der besten Trails im Montafon - und das ist keine kleine Aussage.
Facts zur Route
Und weil aus dem Projekt der Trailrunning Days noch so viele weitere tolle Eindrücke entstanden sind, wollen wir euch noch einen kleinen Einblick in die Outdoor Days geben. Mehr dazu seht ihr bei Peter Scherb, Caro Unrath und Matthias Hohlrieder auf Instagram. 💌























